- Published On: Oktober 21, 2026Categories: News
- Published On: Oktober 15, 2026Categories: News
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- Published On: Oktober 9, 2026Categories: News
- Published On: Oktober 4, 2026Categories: News
- Published On: Oktober 2, 2026Categories: News
- Published On: Oktober 1, 2026Categories: Aktivitäten
- Published On: Oktober 1, 2026Categories: News
- Published On: September 19, 2026Categories: Emanzipation

Agroökologisches Unterstützungsprojekt «Finca El Futuro» in Cuba
PROJEKTBESCHREIBUNG
Mit dem wegweisenden agroökologischen «Unterstützungsprojekt Finca El Futuro» für eine ernährungssouveräne Zukunft auf Cuba!
1) Projektkontext und Ausgangslage
In einem bemerkenswerten Beitrag analysierte Isaac Saneys von der kanadischen Cuba-Solidarität am 18. März 2024:
«Das Imperium hat das Urteil des cubanischen Volkes nie akzeptiert. Es hat einen unaufhörlichen Wirtschaftskrieg und eine Destabilisierungskampagne geführt, die darauf abzielen, die Herrschaft und Bevormundung des und durch den US-Imperialismus wiederherzustellen. (.….) Wie die haitianische Revolution, ist die cubanische Revolution das unverzeihliche Beispiel, das zerstört werden muss. Washingtons übergreifende Strategie zielt darauf ab, Cubas Recht auf Selbstbestimmung, Souveränität und Unabhängigkeit zu leugnen und auszurotten.»
Die ständig schärferen Massnahmen und Blockaden (neuestes Ziel sind die Ärzt*innen-Brigaden und das Modell des cubanischen Gesundheitssystems, sowie generell die Ausgrenzung vom internationalen Finanzsystem!) der Trump-Regierung drangsalieren die cubanische Bevölkerung immer mehr, die Situation ist teilweise dramatisch.
Die umfassenden und einschneidenden Blockade-Massnahmen betreffen ebenso die Landwirt- schaft. Sie verunmöglichen es der cubanischen Landwirtschaft weitgehend, notwendige modernere Geräte und Maschinen zu besorgen. Zudem erhalten neuerdings Menschen – in diesem Kontext z.B. Landwirtschaftsexpert*innen des FiBL aus der Schweiz — kein Visum für die USA, wenn sie Cuba zu einem Austausch besucht haben.
Hinzu kommen die Folgen der Klimakrise, von denen schon heute grosse Teile der Landwirtschaft konkret betroffen sind, indem es z.B. in der Region Pinar del Rio und andern Teilen Cubas bereits zu grossen Wasser- und Dürreproblemen kommt. Infolge von Trockenheit kommt es daher in der Landwirtschaft immer häufiger zu grossen Produkfonseinbussen. Von daher ist beispielsweise die Gewinnung und nachhalfge Sicherung von Wasserressourcen sowie die effiziente Bewässerung des agroökologischen Anbaus von existenzieller Bedeutung.
Auch die beiden schweren Wirbelstürme, die in den letzten 3 Jahren über Pinar del Río hinweggefegt sind, haben immense Zerstörungen an Infrastruktur und der Landwirtscha‘ verursacht, deren negafve Auswirkungen natürlich bis heute spürbar sind.
2) Agroökologisches Unterstützungsprojekt und Pilotversuch solare Wasserpumpen
2022 haben wir von der Organisafon «Cuba Solidarität Vilma Espín Zürich-Ostschweiz» damit begonnen, ein Unterstützungsprojekt für das Projekt der integralen und agroökologischen Entwicklung «Finca El Futuro» zu planen und umzusetzen. Konkret geht es hierbei sowohl um die solidarische, materielle und finanzielle Unterstützung einerseits der «Finca El Futuro» in Consolación del Sur (Provinz Pinar del Rio im Westen Cubas) als auch um die Unterstützung anderer landwirtschaftlicher Projekte für die Ernährungssouveränität von Cuba.
Die «Finca El Futuro» ist eine landwirtschaftliche, privatwirtschaftlich organisierte Produkfons- gemeinschaft. Auf knapp 40 ha Kulturland werden Süsskartoffeln, Bohnen, Reis, Mais, Maniok, sowie verschiedene Obstbäume (Guaven, Mangos, Zitrusfrüchte) angebaut. Überdies gibt es einen grossen Gemüsegarten wo Kohl, Spinat, Mangold, Tomaten, Rüben, Salat etc. angepflanzt wird. Ein weiterer wichtiger Produkfonszweig ist die Viehwirtschaft und die Schweinezucht.
Die landwirtschaftlichen Produkte der Finca sind für Märkte in Consolación del Sur, sowie Restaurants, Spitäler und Kinderkrippen besfmmt. Mit ihren Erträgen ist die Finca in der Lage insgesamt 15 ‑20% des Bedarfs an agrarischen Lebensmireln von Consolación del Sur (80‘000 Einwohner:innen) abzudecken. Es gibt einen festen Stamm von Mitarbeitenden. Zudem braucht es saisonal bedingt zusätzliche Arbeitskräfte aus der Gegend, wobei es ein grosses Anliegen der Leitung der Finca ist, dass Frauen hier Arbeits- und Verdienstmöglichkeiten erhalten.
Vor dem Hintergrund der beschriebenen schwierigen klimatschen Bedingungen ist beispielsweise die Gewinnung und nachhaltige Sicherung von Wasserressourcen von existenzieller Bedeutung. Das heisst es besteht akut ein erhöhter Bedarf an künstlicher Bewässerung.
Aufgrund von Beratungsgesprächen mit dem Geologen und Spezialisten von Wasserprojekten Fredy Wirz (www.repic.ch/wirz-solar-haif), der auch Experte von Solarwasserpumpen ist, hat sich heraus- gestellt, dass im Fall der Finca «El Futuro» und anderer Betriebe und Kooperafven eine Bewässerung der Felder mit Solarwasserpumpen 0.5 HP eine ideale Lösung wäre.
In einem Pilotprojekt haben wir von Cuba Solidarität Vilma Espín Zürich-Ostschweiz im Jahr 2024 hocheffiziente, solarbetriebene Wasserpumpen, die von einer Fachhochschule in Biel entwickelt wurden, nach Cuba gebracht. Die Präsentation an verschiedenen Orten in Cuba war ein grosser Erfolg, das Interesse sowohl von Arbeitenden in der Landwirtschaft, Kooperativen, Kleinbetrieben, Organopónicos (urbane Landwirtschaft), wie auch von landwirtschaftlichen Organisationen war riesig.
Das Resultat des daraufhin erfolgten täglichen Einsatzes der Solarwasserpumpe ist hervorragend und beindruckend! Es eröffnen sich für die Betreiber*innen und Menschen, die im «integralen agroökologischen Projekt der Finca El Futuro» arbeiten, sowie auch an anderen Orten, wo Wasserpumpen notwendig sind, neue Perspektiven. Wir machten deshalb auch in Schulen, Polikliniken, Centros Comunitarios (gemeinschaftliche Zentren) und Organopónicos verschiedene Präsentationen, die überall sehr konkrete Einsatzmöglichkeiten aufzeigten und sehr erfolgreich waren.
3) Zukunftsaussichten
Die Betreiber*innen der Finca haben sich zum Ziel gesetzt, die revolutionäre cubanische Agrar- reform mit agroökologischen Anbaumethoden weiter zu entwickeln. Mit einem ganzheitlichen Ansatz bei der Ausgestaltung der Produkfonsprozesse und der Arbeitsweisen, sowie mit der Gewinnung erneuerbarer Energien soll dieses Projekt «integralen agroökologischen Projekt der Finca El Futuro» zu einem wegweisenden Beispiel für eine nachhaltige landwirtschaftliche Entwicklung für ganz Cuba zu werden.
Erklärtes Ziel der Verantwortlichen dieses Projektes ist es, mit ihrem Beispiel einen wichtigen und konkreten Beitrag zur Ernährungssouveränität Cubas leisten zu können.
Von wesentlicher Bedeutung ist auch das soziale Engagement, indem vorgesehen ist, einen Teil der landwirtschaftlichen Erzeugnisse an soziale und gemeinschaftliche Einrichtungen gratis oder zu sehr günstigen Preisen abzugeben.
Fachlich begleitet wird das Projekt u.a. von Agronomie-Expert*innen der Universität Pinar del Río und dem ökofeministischen Umweltprojekt «EcoMujer» aus Consolación del Sur.
4) Begründung des Projekts und Projektziel
Die nun gemachten, konkreten Erfahrungen, die im agroökologische Projekt Finca El Futuro mit diesen überaus leistungsfähigen, solarbetriebenen Wasserpumpen 0.5 HP gemacht wurden, zeigen eine klare Verbesserung der Produktionsbedingungen und damit eine Steigerung der gesamten Produktion auf.
In einem nächsten Schritt wollen wir deshalb weitere dieser leistungsfähigen, solarbetrieben Wasserpumpen nach Cuba bringen, um sie auch in weiteren Projektorten einsetzen zu können. Vorgesehen sind ländliche und urbane Landwirtschaftsprojekte, die sich in den Provinzen Pinar del Rio, Havanna und Cienfuegos befinden.
Denn wir stellen auch eine sehr posifve Entwicklung der letzten Jahre fest. Es es gibt immer mehr agroökologische Projekte, sowohl in ländlichen Regionen wie aber auch innerhalb von Städten. Was jedoch für eine erfolgreiche Umsetzung ihrer Ziele fehlt sind — wie bereits erwähnt — auch genügend Arbeitsgeräte, um die Arbeits- und Produkfonsbedingungen zu verbessern und die Produktion steigern zu können.
Deshalb ist ein weiteres Ziel, die Landwirtschaft in Cuba mit zielführenden Mitteln zu unterstützen, ist zudem die Beschaffung von landwirtschaftlichen Geräten und kleinen Maschinen in der Schweiz und deren Transport nach Cuba.
Dazu kooperieren wir seit einiger Zeit mit der ANAP (Organisation der Kleinbäuer*innen in Cuba), um die Situation und die Bedürfnisse auf dem Lande besser und detaillierter kennenzulernen. Aufgrund dessen hat sich gezeigt, dass Vielerorts ein grosser Mangel an neuen und effizienten Arbeitsmitteln besteht, was die an sich schon beschwerliche Arbeit auf dem Lande noch beschwer- licher macht und auch zu Ernteeinbussen führt.
Auch das ist eine Folge der völkerrechtswidrigen US-Blockade.
5) Aktuelle Phase der Aktivitäten von Cuba Solidarität Vilma Espín Zürich-Ostschweiz
In Cuba:
- Fortführung des solaren Wasserpumpenprojekts, um langfrisfg genaue und spezifische
Daten der Produkfonsverbesserung und ‑steigerung zu erlangen.
- Installatton von weiteren dieser sehr leistungsfähigen, solarbetrieben Wasserpumpen
0.5 HP an mehreren Projektorten.
- Vertiefung des Austausches und der Zusammenarbeit mit landwirtschaftlichen und auch umweltpolitischen Organisafonen (u.a. Ministerium für Landwirtschaft, dem Ministerium für Wissenschaft und Umwelt (CITMA), ANAP, der nationalen Organisation für Kleinbäuer:innen, Fundación Jimenez Nuñez, wie auch mit Kooperativen und Kleinbäuer*innen in verschiedenen Provinzen (Pinar del Rio, Havanna, Cienfuegos).
- Fortsetzung und Weiterentwicklung der jahrelangen Kooperation mit dem für internationale Beziehungen zuständigen Insftut für Völkerfreundscha‘ (ICAP).
In der Schweiz:
- Sammlung von Spenden für den Kauf und den Container-Transport von weiteren solaren Wasserpumpen 0.5 HP.
- Beschaffung (durch Donationen) von landwirtschaftlichen Geräten und kleinen Maschinen in der Schweiz und deren Transport in einem Conafner nach Cuba.
- Austausch und Kooperation mit Organisationen und Kooperativen in der Schweiz wie dem SBV, FiBL, Uniterre, Betrieben von SoLaWi, usw.
- Weitere Informafonsveranstaltungen zum Thema mit dem Ziel der Sensibilisierung, der Unterstützung und des Austausches. (Der St. Galler Bauer schrieb zu einer Veranstaltung im Nov. 2022: «Was die Schweiz von Cuba lernen kann.»)
Für die erfolgreiche Realisierung dieser Projektziele in Richtung verbesserte Landwirtschafts- produktion für die Ernährungssouveränität sind wir natürlich auf Spenden von Organisationen und Einzelpersonen dringend angewiesen!
6) Projektverantwortung und Partner vor Ort
Die Projektverantwortung für dieses Unterstützungsprojekt liegt bei der Organisafon «Cuba Solidarität Vilma Espin Zürich-Ostschweiz» und deren Vorstandspräsidenten Gion Honegger.
Unsere Projektpartner*innen vor Or
- Reinaldo Mas Corona, Maria Elena Mas Corona und Elio Mendoza López, Verantwortliche Leiter*innen von «Finca El Futuro»
- Weitere Partner sind in Havanna der Leiter des «Organopónico 1ro de Julio», Jesús Ortella
- Sowie in Cumanayagua (Provinz Cienfuegos) der Leiter des agrokulturellen Projekts «Teatro de los Elementos», José Oriol.
(Strukturelle) Unterstützung für dieses Projekt erhalten wir in Cuba u.a. von der ANAP, vom Ministerium für Wissenschaft und Umwelt (CITMA), sowie von dem für internationale Beziehungen zuständigen Insftitut für Völkerfreundschaft (ICAP).
Von grossem Vorteil ist ausserdem, dass zwei Repräsentant*innen der Organisation Cuba Solidarität Vilma Espín sich regelmässig für längere Zeit in Cuba aufhalten und somit eine enge Zusammenarbeit und ein notwendiger Austausch mit den Verantwortlichen von allen Betrieben und Organisafonen möglich ist.
Wir hoffen sehr, das Interesse für dieses hoffnungsvolle und nachhalfge Projekt geweckt zu haben und freuen uns auf finanzielle oder materielle Zuwendungen.
Finanzielle Zuwendung bitte an:
Zürcher Kantonalbank
Solidarität Vilma Espín
8037 Zürich
IBAN CH 74 0070 0114 8053 3950 9 Betreff: «Agroökologie/ Geräte, Maschinen»
ACHTUNG: Auf einigen unserer Flugblätter steht bei den Angaben zum Konto als Anschriftsbezeichnung: “Cuba Solidarität Vilma Espín”. Wegen der US-Finanz- Handels- und Wirtschaftsblockade ist es schon vorgekommen, dass die Bank die Überweisung nicht durchführte. Grund ist die Erwähnung von Cuba. Das sind die konkreten Folgen der völkerrechtswidrigen Blockade! ABER: Wenn die Bezeichnung Cuba weggelassen wird, funktioniert es mit der Überweisung!
Fotos von der Finca El Futuro:

















Hier ein Video-Beitrag zur kürzlich realisierten Installation einer mobilen Solar Wasserpumpe auf der Finca El Futuro. Die Pumpe und das Solar Panel ist eine Schenkung im Rahmen unseres agroökologischen Unterstützungsprojekts für die «Finca El Futuro».
Zu sehen auf der Facebook Seite von Pedro Lázaro Rodriguez Gil, der beim Fernsehsender Tele Pinar als Reporter arbeitet.
Hier der Link zur Facebookseite von Pedro Lázaro:
https://www.facebook.com/share/v/1ABxgDmDp2/
Hier noch ein längerer Film-Beitrag vom Journalisten Pedro Lázaro Rodriguez Gil zu unserem Solar Wasserpumpen Projekt in Consolación del Sur, welcher im cubanischen TV zu sehen war.
Video von einer Demonstration der Solarwasserpumpe auf einem Organopónico in Centro Havannna.
TV-Beitrag im Fernsehsender Tele Pinar von einem unserer Besuche auf der Finca El Futuro:
