OFFENER BRIEF (8.04.2026) AN SRF

By Published On: April 14, 2026Cate­go­ries: News

Der lan­ge Schat­ten Les­ter D. Mallory’s erstickt Cuba!

Wie SRF und die Jour­na­lis­tin Anna Lem­men­mei­er unter dem irreführenden und dem­ago­gi­schen Titel «Fidel Castro’s Schat­ten erstickt Kuba» das IS-impe­ria­­lis­­ti­­sche Nar­ra­tiv ver­brei­te­ten und, zusam­men mit ande­ren west­li­chen Medi­en mit­hilft, einem US- herbeigeführten Umsturz in Cuba oder sogar möglicher militärischen Inter­ven­ti­on pro­pa­gan­dis­tisch den Weg zu ebnen.

Sehr geehr­te Frau Lem­men­mei­er, Sehr geehr­te Frau Meier,
An SRF

Der lan­ge Schat­ten Les­ter D. Mal­lo­rys erstickt Cuba!
Und wie SRF sich in plum­per US-Pro­­pa­­gan­­da gegen das revolutionäre Cuba übt.

Kri­tik an den Sen­dun­gen zu Cuba von 1./2. April 2026 von Anna Lem­men­mei­er in SRF «Inter­na­tio­nal»

Zu unse­rem Hin­ter­grund. Wir sind eine soli­da­ri­sche, inter­na­tio­na­lis­ti­sche Orga­ni­sa­ti­on aus Zürich/Ostschweiz zur Unterstützung des revolutionären Cuba und sei­ner Bevölkerung. Eini­ge unse­rer Mit­glie­der sind seit über 30 Jah­ren immer wie­der und auch inten­siv in Cuba tätig, u.a. in der Kul­tur, im Sport und seit vie­len Jah­ren auch in der Agroökologie, sowie mit ver­schie­de­nen Unterstützungsprojekten. Wir sind in ganz Cuba sehr gut ver­netzt, mit Men­schen aus unter- schied­li­chen gesell­schaft­li­chen Berei­chen, mit vielfältigem Hin­ter­grund, Student*innen, Arbei­ten­de, Kul­tur­schaf­fen­de, Sportler*innen, Campesina/os, usw. – und auch mit diver­sen Zusammenhängen von/mit Kindern!

Wir haben u.a. Medi­­Cu­­ba-Suis­­se mit einem grösseren finan­zi­el­len Bei­trag in ihrer Medi­­ka­­men­­ten- kam­pa­gne vor ein paar Jah­ren unterstützt. Vor Kur­zem haben wir einen Dona­­ti­ons-Con­­tai­­ner mit land­wirt­schaft­li­chen Geräten und Maschi­nen, sowie Velos usw., die in der Schweiz gespen­det wur­den, nach Cuba sen­den können. Die­se Geräte haben wir in ver­schie­de­nen Pro­vin­zen an bäuerliche Betrie­be ver­teilt. Ein gros­ser Erfolg! Unser neu­es­tes Pro­jekt ist die Lie­fe­rung von 100 sola­ren Was­ser­pum­pen für die cuba­ni­sche Land­wirt­schaft, für Cen­tros Comu­ni­ta­ri­os und Poly­kli­ni­ken. Eini­ge die­ser hoch­ef­fi­zi­en­ten sola­ren und mobi­len Pum­pen haben wir bereits als Pilot­pro­jekt an ver­schie­de­nen Orten ein­ge­setzt. Eben­falls ein gros­ser Erfolg, zuguns­ten der bäuerlichen Bevölkerung, der land­wirt­schaft­li­chen Pro­duk­ti­on und damit ein Bei­trag zum Kampf Cubas auf sei­nem revolutionären und selbst­be­stimm­ten Weg für sei­ne Ernährungssouveränität, die in Cubas fort­schritt­li­cher Ver­fas­sung ver­an­kert ist.

Mit die­sem Hin­ter­grund schrei­be ich Ihnen zu Ihrer Sen­dung vom 1. /2. April zu Cuba. Bei­lie­gend schi­cke ich Ihnen einen Blog vom inter­na­tio­nal bekann­ten und sehr belieb­ten cuba­ni­schen Musiker/Sänger Sil­vio Rodri­guez, einem eben­falls sehr kri­ti­schen Geist, der sich in sei­nem Blog «Segun­da Cita» oft kri­tisch zu ver­schie­de­nen The­men Cuba betref­fend äussert. In einem kürzlich veröffentlichen Inter­view in der mex. Tages­zei­tung «Jor­na­da» mein­te er, dass, soll­te es zu einer US-ame­ri­­ka­­ni­­schen Inter­ven­ti­on kom­men, die gros­se Mehr­heit der Cuba­ne­rin­nen und Cuba­ner Cuba bewaff­net ver­tei­di­gen würden. Da Sil­vio sei­ne Lands­leu­te doch recht gut kennt und auch mit­ten in vie­len kri­ti­schen Aus­ein­an­der­set­zun­gen ist, kann man die­se Aus­sa­ge doch viel erns­ter neh­men, als Ihr «die Meis­ten.…..». Haben Sie empi­ri­sche Resul­ta­te zu die­sen «die Meis­ten .…»? Oder ist es ein­fach eine Behaup­tung, die in Ihr Nar­ra­tiv passt? Behaup­tun­gen gehören ja eigent­lich nicht zu seriösem jour­na­lis­ti­schen Werk­zeug, nicht? Fak­ten sind gefragt, Frau Lem­­men- mei­er, Wahr­heits­su­che, Sorg­falts­pflicht und Aus­ge­wo­gen­heit, sowie der Grund­satz «audia­tur et alte­ra pars».

Doch der Rei­he nach.

“.….….… The only fore­seeable means of ali­en­ating inter­nal sup­port (from the govern­ment) is through disen­chant­ment and dis­af­fec­tion based on eco­no­mic dis­sa­tis­fac­tion and hard­ship (…) every pos­si­ble means should be under­ta­ken prompt­ly to wea­k­en the eco­no­mic life of Cuba (…) deny­ing money and sup­pli­es to Cuba, to decrease mone­ta­ry and real wages, to bring about hun­ger, despe­ra­ti­on and over­throw of government.”

Die­ses Memo­ran­dum, ein Fact aus dem US-Aus­­­sen­­mi­­nis­­te­ri­um von Les­ter D. Mal­lo­ry im April 1960 – also schon 1 Jahr nach der sieg­rei­chen Revo­lu­ti­on, als noch kei­ne sozia­lis­ti­sche «Plan-», «Miss­wirt­schaft» oder «Kor­rup­ti­on» Cuba «aus­ge­dorrt» hat­ten, noch kein «Schat­ten Fidel Cas­tros Cuba erstickt hat­te» müsste doch am Anfang Ihres Berichts mit dem Titel «Die Früchte der Revo­lu­ti­on sind ausgedorr»t ste­hen. Ein angekündigter, völkerrechtswidriger Wirt­schafts­krieg gegen Cuba, Hun­ger als wir­kungs­vol­le, völker-rechtlich geächtete Waf­fe! Und Sie beschrei­ben ein­drucks­voll die Wir­kung, die­se bit­te­ren Früchte die­ses Kriegs­ver­bre­chens seit über 65 Jah­ren, wel­ches das Elend in Cuba her­vor­ge­bracht hat. «.….einem Finanz- und Han­dels­em­bar­go der USA, das schon seit 1960 die Entwicklungsfähigkeit des Lan­des stark behin­der­te.» (Hans-Jürgen Frieß, April 2008, Dis­ser­ta­ti­on an der Universität Augs­burg). Müsste also der Titel nicht objek­tiv «Der lan­ge Schat­ten Les­ter D. Mal­lo­rys erstickt Cuba» (in Cuba asfi­xi­ar genannt) heis­sen? Doch Sie ver­tei­len die Ankla­ge anders, sehr ein­sei­tig gegen Cuba, blen­den die­ses wich­ti­ge, ver­hee­ren­de Memo­ran­dum und sei­ne fol­gen­de Umset­zung ein­fach aus, (haben sie es überhaupt gekannt? Würde doch zur Sorg­falts­pflicht gehören, nicht?), ganz in der Tra­di­ti­on eines kolo­­nia­­lis­­tisch- basier­ten ‘1. Welt’ — Bli­ckes über die Länder des Glo­ba­len Südens. Erst recht noch, wenn Länder die Frech­heit haben, sich aus der impe­ria­lis­ti­schen Klaue zu befrei­en, wenn sie einen andern, gerech­ten, als den kapi­ta­lis­ti­schen Weg ver­su­chen. «Wie die hai­tia­ni­sche Revo­lu­ti­on, ist die cuba­ni­sche Revo­lu­ti­on das unver­zeih­li­che Bei­spiel, das zerstört wer­den muss. Washing­tons übergreifende Stra­te­gie zielt dar­auf ab, Cubas Recht auf Selbst­be­stim­mung, Souveränität und Unabhängigkeit zu leug­nen und aus­zu­rot­ten.» (Isaac Saneys, 18. 3. 2024, Kanada)

Wie im Verhältnis von Opfer und Täter sexua­li­sier­ter Ver­bre­chen «Die Scham (muss) die Sei­te wech­seln », wie Gisèle Pélicot eindrücklich und rich­tig sag­te, muss genau gleich auch im Verhältnis impe­ria­lis­ti­scher Her­­ren­ras­­se-Dok­­trin des Nor­dens und revolutionärer Befrei­ungs­pro­jek­te im Glo­ba­len Süden auch die Ankla­ge die Sei­te wech­seln. Und die Lis­te der Ankla­gen gegen die Kriegs­ver­bre­cher aus den USA würde sehr lang: Nicht nur wider­stan­den Cuba und die cuba­ni­sche Bevölkerung – ja, das cuba­ni­sche Volk, Frau Lem­men­mei­er, das aner­ken­nen ja sogar die USA (sie­he Memo­ran­dum) oder der Schwei­zer Par­la­­men-tari­er Hans-Peter Port­mann, ent­ge­gen den fast aus­schliess­lich vor­herr­schen­den Voten in Ihrem ein­sei­ti­gen Bericht, — bis jetzt der Blo­cka­de und der, noch bru­ta­le­ren, Set­zung Cubas auf die US-Lis­­te «Sta­te Spon­sors of Ter­ro­rism», die die tota­le finan­zi­el­le Aus­trock­nung Cubas ver­folgt, son­dern zudem unzähligen ter­ro­ris­ti­schen Atten­ta­ten mit vie­len Toten, militärische Inter­ven­ti­on wie die­je­ni­ge in der

Schwei­ne­bucht, bio­lo­gi­schen Atta­cken (B‑Attacken) auf die Land­wirt­schaft, einer immensen, mil­lio­nen­schwe­ren Pro­pa­gan­da­ma­schi­ne­rie, um nur eini­ge Punk­te der Metho­den zu nen­nen, die von den USA los­ge­tre­ten wurden.

Ja, die Früchte, die Setz­lin­ge, die Kul­tu­ren in der Land­wirt­schaft – die Früchte der revolutionären Agrar­re­form gleich nach der sieg­rei­chen Revo­lu­ti­on, um eine gerech­te Pro­duk­ti­on und Ver­tei­lung zu errei­chen und nicht domi­nie­ren­den, unge­rech­ten Gross­grund­be­sitz für eini­ge weni­ge Super­rei­che — die­se Früchte ver­dor­ren immer mehr, da die feh­len­de Ener­gie durch die tota­le Ölblockade es ver­hin­dert, dass die Kul­tu­ren regelmässig bewässert wer­den können, Kul­tur­land bear­bei­tet wer­den kann. Hätten Sie es sich nur ange­schaut auf Ihrem «Augen­schein» in Cuba! Da ist es klar, dass die Prei­se in die Höhe schnel­len, wie Sie rich­tig bemer­ken, ohne aller­dings die Gründe dafür zu benen­nen. Es ist also pure Dem­ago­gie, wie Sie Ihren Bericht beti­teln. Könnten die Bau­ern und Bäuerinnen nor­mal pro­du­zie­ren, auch mit genügend und effi­zi­en­ten Geräten und Maschi­nen, die sie durch die US-Blo­ck­a­­de jedoch nur sehr schwie­rig, oder gar nicht erwer­ben können, sähe die Produktivität der Land­wirt­schaft Cubas völlig anders aus. Die erstreb­te Ernährungssouveränität wäre längst erreicht! Und gerech­te Prei­se, was immer ein Anlie­gen der cuba­ni­schen Regie­run­gen war, auch. Doch die USA wol­len seit über 65 Jah­ren – ein immens lan­ger und wir­kungs­vol­ler Schat­ten des Memo­ran­dums und sei­ner rea­len Umset­zung! — dass die cuba­ni­sche Bevölkerung hun­gert! Hun­ger als Waf­fe! Um eine miss­lie­bi­ge Regie­rung zu stürzen und eine Mario­net­ten­re­gie­rung, ganz nach langjähriger Mon­roe-Tra­­di­­ti­on, ein­set­zen zu können. Und dafür läuft die Pro­pa­gan­da­ma­schi­ne­rie auf Hoch­tou­ren – wovon offen­sicht­lich auch Ihre Berich­te Teil zu sein schei­nen: Denn dass Sie die Schwei­zer Bevölkerung wis­sen las­sen wol­len, dass die Cuba­ne­rin «Aida» Trump sogar zu einer Tas­se Café ein­la­den würde, weil angeb­lich nicht er son­dern das cuba­ni­sche «Regime» «.…für sei­ne Bevölkerung einen har­ten All­tag bereit (hält).» Zyni­scher, unseriöser, ohne die Hun­ger­waf­fe der USA in der gan­zen Dimen­si­on nur ein­mal beim Namen zu erwähnen, geht es nicht. In Cuba wird seit eini­ger Zeit von den Men­schen der Begriff «Asfixia/asfixiar» gebraucht. Dies meint die Ersti­ckung durch die US- Blo­cka­de, spe­zi­ell der Ölblockade. Wie Sie dies umkeh­ren und Ihren Bericht «Fidel Cas­tros Schat­ten erstickt Kuba» beti­teln können, ist nicht nach­voll­zie­bar, es ist pure Dem­ago­gie. Soll­te eigent­lich auch kein Werk­zeug von seriösem, sorgfältigem Jour­na­lis­mus sein.

Es gibt vie­le Sachen, die Sie in Ihrem Bericht zwar aufführen, aber nicht hintergründig erklären, schon gar nicht mit Fak­ten bewei­sen. Sie schrei­ben über den «Demo­kra­tie­ak­ti­vis­ten» Boris González Are­nas und dass er am Flug­ha­fen gehin­dert wur­de, aus­zu­rei­sen. Und, schrei­ben Sie, er «.…ist nicht der Ein­zi­ge, der von die­sen Schi­ka­nen betrof­fen ist.» Was für Schi­ka­nen? Dazu erwähnen Sie nichts, son­dern nur pau­scha­li­sie­rend «Schi­ka­nen» und «nicht der Ein­zi­ge». Sie nen­nen zudem González Are­nas einen «Demo­kra­tie­ak­ti­vis­ten» ohne über wei­te­re, wich­ti­ge Hintergründe zu infor­mie­ren. Z. B., dass González Are­nas ein Freund von Mike Ham­mer ist, dem US-Mis­­si­ons­­chef auf Cuba, der sich mas­siv für einen Umsturz – auch einen gewalt­sa­men — in Cuba ein­setzt, u.a. in einer Pres­se­mit­tei­lung, in der Ham­mer erklärte, was not­wen­dig wäre, um einen “Regime­wech­sel” in Kuba herbeizuführen: eine “sozia­le Explo­si­on”, ein Militärputsch sowie eine See- und Luft­blo­cka­de. (Metho­den des ein­gangs erwähnten US-Memo­ran­­dums). Übrigens, sind sol­che Äusserungen eines Mis­si­ons­chefs eigent­lich kom­pa­ti­bel mit dem Wie­ner Übereinkommen über diplo­ma­ti­sche Bezie­hun­gen? Doch das kümmert Ihren «Demo­kra­tie­ak­ti­vis­ten» González Are­nas – und damit offen­bar auch Sie — wenig. González Are­nas «hob die his­to­ri­sche Rol­le der Ver­ei­nig­ten Staa­ten als Verbündeten der kuba­ni­schen Nati­on während ‘der kom­mu­nis­ti­schen Dik­ta­tur’ her­vor. Zudem betrach­tet er die aktu­el­le US-Admi­­nis­­tra­­ti­on – also der faschis­to­iden, impe­ria­lis­ti­schen und völkerrechtsbrechenden Trump/Ru­­bio-Regie­rung! (Bemer­kung von mir eingefügt) — als ent­schlos­se­ner im Umgang mit dem poli­ti­schen Sys­tem der Insel und zeig­te sich ent­schlos­sen, die­ses zu been­den» (Ciber­cu­ba, 27.3. 2026). Ent­schlos­se­ner im Umgang heisst kon­kret: Wirtschafts‑, Handels‑, Finanz­blo­cka­de, tota­le Ölblockade inklu­si­ve Pira­te­rie auf offe­ner See, Andro­hung von militärischer Inva­si­on (sie­he Irak, sie­he Liby­en, sie­he Gaza, sie­he Iran, usw), Unterstützung von ter­ro­ris­ti­schen Aktivitäten mit vie­len Toten (sie­he die Ter­ro­ris­ten Luis Posa­da Car­ri­les, Orlan­do Bosch). So sieht also der — von Ihnen natürlich nir­gends erwähnte und bei ihm auch nicht kri­tisch hin­ter­frag­te — «demo­kra­tie­ak­ti­vis­ti­sche» Hin­ter­grund Ihres Kron­zeu­gen Boris González Are­nas aus. Demo­kra­tie­po­li­tisch und völkerrechtsmässig ermu­ti­gend, tatsächlich.…

Frau Lem­men­mei­er, wo ist hier jour­na­lis­ti­sche Sorg­falt und Aus­ge­wo­gen­heit? Ich sehe sie nir­gends. Dafür Halb­wahr­hei­ten, kolo­nia­lis­ti­sche Ein­sei­tig­keit, Dem­ago­gie und Zynismus.

Auch die Schwei­zer Ban­ken, die auf Geheiss – sprich Dro­hun­gen — der USA, in vor­aus­ei­len­dem Gehor­sam kei­ne Gel­der, auch kei­ne drin­gen­de Not­hil­fe z.B. während der Explo­si­ons­ka­ta­stro­phen in Mat­anz­as und Havan­na (Hotel Sara­to­ga) nach Kuba überweisen, sind Teil der völkerrechtswid- rigen Blo­cka­de. Kei­ne Gel­der für Familienangehörige, kei­ne Gel­der für Pro­jek­te, nicht ein­mal Geld inner­halb der Schweiz, von einem zu einem ande­ren Kon­to z.B. für einen Unterstützungsbeitrag, wird durch die Ban­ken überwiesen. Auf die Lis­te der Ange­klag­ten müsste man also objek­­ti­­ver- und gerech­ter­wei­se auch die offi­zi­el­le Schweiz set­zen. Die Ankla­ge muss die Sei­te wech­seln! Zumal selbst das Schwei­zer Par­la­ment am 9. März 2019 in einer denkwürdigen Abstim­mung urteil­te: «.……Haupt­grund dafür ist die seit 60 Jah­ren ein­sei­tig gel­ten­de Wirt­schafts­blo­cka­de, die mehr­mals von der UNO als im Sin­ne des Völkerrechts als ille­gal ver­ur­teilt wur­de.» Eine prak­ti­sche Fol­ge, also z.B. die Auf­he­bung der Blo­cka­de der Schwei­zer Ban­ken, hat­te die­ses kla­re Urteil jedoch nicht. In die­sem Zusam­men­hang mit der Peti­ti­on «Unblock Cuba» vom März 2018/19 sag­te übrigens der Par­la­men­ta­ri­er Hans-Peter Port­mann, dass er sicher sei, dass bei offe­nen Wah­len die kom­mu­nis­ti­sche Par­tei Cubas die Wah­len bestimmt gewin­nen würde.

Die Pra­xis der Ban­ken, ihre Betei­li­gung an der finan­zi­el­len Aus­blu­tung Cubas — alles völkerrechtlich ille­gal, aber das erwähnen Sie nir­gends. Dafür überaus ausführlich wie schlecht und maro­de alles sei:
«Oft wirkt Havan­na wie eine Stadt nach einem Krieg.» Stimmt, es sind die bit­te­ren Früchte eines über 65-jährigen bru­ta­len Wirt­schafts­kriegs der USA und ihrer Verbündeten, wie eben der Schweiz, der EU und neu­er­dings, durch die ille­ga­le und gewalt­sa­me Entführung des vene­­zo­­la- nischen Präsidenten Madu­ro ermöglicht, der Mario­net­ten­re­gie­rung Vene­zue­las. Aber die­sen US- Wirt­schafts­krieg nen­nen Sie ja auch nicht beim Namen, dafür einen sog. «psy­cho­lo­gi­schen Krieg» gegen die eige­ne Bevölkerung. Um noch­mals Hans-Peter Port­mann zu bemühen, der am 3.7.2015 im Bund zu einer Einschätzung von AI fol­gend zitiert wird: .….dass es nach wie vor ‘rechts­staat­li­che Defi­zi­te’ gäbe. «Wir soll­ten aber nicht mit ver­schie­de­nen Ellen mes­sen», fin­det er. Ansons­ten dürfte die Schweiz zum Bei­spiel auch mit den USA kei­nen Han­del betreiben.….»

Sie schrei­ben aber lei­der auch nicht, dass Cuba trotz allem mit posi­ti­vem Leben erfüllt ist:
Es gibt nach wie vor ein gros­ses leben­di­ges Kul­tur­ange­bot: Ich ken­ne in Havan­na vie­le Thea­ter, die funk­tio­nie­ren (lei­der wegen der gros­sen Trans­port­pro­ble­men natürlich mit weni­ger Besucher*innen), Tanz­grup­pen, die trai­nie­ren und Auf­trit­te haben, jeden Sonn­tag – aus­ser bei Regen — und seit Jah­ren mit­ten auf dem beleb­ten Pra­do eine öffentliche Tan­go­ver­an­stal­tung, oder das «Casi­ne­an­do» von Tere­si­ta Segar­ra in der Casa de la Música, im Janu­ar das jährliche gros­se Jazz­fes­ti­val ‘Jazz Pla­za’, im April das Fes­ti­val ‘Dan­za Cal­le­jera in Haba­na Vie­­ja- Ciu­dad en Movi­mi­en­to’, Ballettaufführungen von Welt­klas­se, eben­sol­che Musik­e­vents, Velo-Cri­­ti­­ca Masas, Poe­­sie- und Humor­fes­ti­vals, und und und. Einen «Augen­schein» war Ihnen offen­sicht­lich auch nicht wert, die vie­len grösseren und klei­ne­ren Grup­pen von mehr­heit­lich jun­gen Leu­ten zu besu­chen, die sich im «Red Ver­de» und andern (Chat-)Orten orga­ni­sie­ren, und die sich — ohne jede Repres­si­on von Behörden — mit prak­ti­schen Aktivitäten, Velo­tou­ren sowie theo­re­ti­schen Events um eine gesun­de Umwelt, sau­be­res Was­ser usw. kümmern oder die vie­len zukunfts­ge­rich­te­ten Agroökologie-Projekte, die sich, z.T. mit unse­rer Unterstützung durch sola­re Was­ser­pum­pen und Geräten sehr erfolg­reich und hof­fungs­voll ent­wi­ckeln. Auch ande­re sola­re (Gross-)Projekt, die seit eini­gen Jah­ren und seit 2024 noch inten­si­ver rea­li­siert wer­den, pas­sen nicht in Ihr Nar­ra­tiv und wer­den daher schlicht nicht erwähnt.

Wert war es Ihnen auch nicht, über die gros­se Bici­c­le­ta­da mit tau­sen­den Teilnehmer*innen zu berich­ten, die am 2. April über den Malecón von Havan­na radel­ten, fröhlich und lachend Lie­der san­gen und anti­im­pe­ria­lis­ti­sche und Anti-Blo­­queo — Paro­len rie­fen. Viel­leicht die Kin­der Ihrer wohlgenährten «.….Kader der kom­mu­nis­ti­schen Par­tei (die) ein ange­neh­mes Leben führen»? Aber wis­sen Sie, dass z.B. Liz Oli­via Fernández, eine freie, unabhängige Jour­na­lis­tin, vie­le Inter­views auf den Stras­sen Havan­nas und anders­wo führt, um die Stim­mung in der Bevölkerung zu fühlen, Mei­nun­gen ein­zu­ho­len? Haben Sie mit Liz Oli­via Fernández gespro­chen? Ken­nen Sie die­se Jour­na­lis­tin? Nur schon aus Gründen der Aus­ge­wo­gen­heit müssten in Ihrem Bericht eini­ge Mei­nun­gen von durch Liz Oli­via Fernández inter­view­ten Men­schen, die Trump kei­nen Café anbie­ten, son­dern ihm, cuba­nisch stolz, ein «Cabron!» ent­ge­gen­schleu­dern, vor­kom­men. Doch dann wären Sie wahr­schein­lich gezwun­gen, Ihren kolo­nia­lis­ti­schen 1.Welt-Blick abzu­le­gen und den Titel vom «lan­gen Schat­ten Fidel Cas­tros» zu ändern.

Des­halb noch ein­mal die Fra­ge: Ken­nen Sie Liz Oli­via Fernández? Nein? Dann wäre es inter­es­sant zu wis­sen: Wie­so denn nicht? Durch tau­sen­de von Inter­views auf den Stras­sen fühlt sie den Puls der Bevölkerung. Ein Spie­gel­bild der cuba­ni­schen Gesell­schaft. Sowohl Pro wie auch Con­tra. Doch falls Sie sie ken­nen: Wie­so kommt sie nicht vor in Ihrem Bericht?

Ein wei­te­res Bei­spiel Ihres völlig ein­sei­ti­gen «Jour­na­lis­mus» ist das mehr­mals erwähnte «wer laut dage­gen auf­muckt, kommt ins Visier der Behörden.» Was genau bedeu­tet «ins Visier der Behörden»? Bei­spie­le? Kon­kre­te, objek­ti­ve Fälle? Bit­te nicht wie­der den «Demo­kra­tie­ak­ti­vis­ten» Boris González Are­nas, der ist wirk­lich unge­eig­net. Ken­nen Sie «OnCu­ba­News»? Offe­ner, kri­ti­scher, pri­va­ter nicht-impe­ria­­lis­­mus­o­ri­en­­tier­­ter Jour­na­lis­mus, der klar und genau über die Situa­ti­on in Cuba infor­miert. Sitz in Havan­na. Seit Jah­ren. Ich habe noch nie von Repres­sio­nen gegen «OnCu­ba­News» gehört. Wei­ter unten infor­mie­re ich Sie zu Geor­gi­na Alfon­so González, kri­ti­sche Phi­lo­so­phin, Femi­nis­tin, Revolutionärin. Sie ist bekannt, beliebt, lebt in Havan­na, repres­si­ons­frei. Ich könnte noch vie­le Bei­spie­le anführen, habe schon z.B. den Blog «Segun­da Cita» von Sil­vio Rodri­guez erwähnt. Muss ich Ihnen erklären, wer Sil­vio Rodri­guez ist?

Dafür schrei­ben Sie über Per­so­nen wie «Aida», die nun für Sie eine wei­te­re Kron­zeu­gin spie­len darf. Oder die Kin­der von «Maria»: «Mei­ne Kin­der sind nicht ein­ver­stan­den mit dem Sys­tem hier». Etwas durch­sich­tig, nicht? Denn die­ses «Sys­tem hier» war lei­der zwangsläufig immer ver­bun­den mit dem Überlebenskampf, mit der sich immer kras­ser und unmensch­li­cher verschärfenden US- Blo­cka­de und ihren bru­ta­len Aus­wir­kun­gen, ihren bit­te­ren und gif­ti­gen Früchten, wie die finan­zi­el­le Aus­trock­nung oder jetzt die Ölblockade. Eine selbst­be­stimm­te, souveräne Ent­wick­lung Cubas und sei­nes Sozia­lis­mus lies­sen die USA nie zu. Eben, das unver­zeih­li­che Bei­spiel. Ja, so wie «Aida», oder die Kin­der von «Maria» den­ken bestimmt auch ande­re, es ist ihnen in die­ser Situa­ti­on auch nicht zu verübeln. Wie im US-Memo­ran­­dum ein­gangs erwähnt, wol­len die USA ja genau dies errei­chen und sie wähnen sich schon kurz vor dem Ziel: Der Völkerrechtsverhöhner, Kriegs­trei­ber und ‑ver­bre­cher, ras­sis­ti­sche und miso­gy­ne Trump — und Freund von Ihrem «Demo­kra­tie­ak­ti­vis­ten» Boris González Are­nas — meint ja, Kuba «schon bald übernehmen» zu können. Doch das mein­te auch Ken­ne­dy vor 65 Jah­ren mit ter­ro­ris­ti­schen Aktio­nen, dem Beginn der Wirtschafts‑, Han­­dels- und Finanz­blo­cka­de und der militärischen Inva­si­on in der Schwei­ne­bucht um ein revolutionäres Cuba zu verhindern.….

Ich fra­ge SRF, ob das Ihr Qualitätsjournalismus ist, dem so offen­sicht­lich jede Sorg­falts­pflicht und Aus­ge­wo­gen­heit fehlt, geschwei­ge denn die feh­len­de Suche nach der Wahr­heit, der sich ein­fach mit Per­so­nen wie «Aida», oder Boris González Are­nas und eini­gen andern zufrie­den­gibt. Obwohl es auch vie­le ande­re, unabhängige Men­schen gäbe (Ich könnte Ihnen eine gros­se Lis­te von unabhängigen Leu­ten zur Verfügung stel­len, Kul­tur­schaf­fen­de, Bauern/Bäuerinnen, Arbei­ten­de, Student*innen, ehe­ma­li­ge Milizionär*innen, usw.), die ein kom­ple­xe­res, teil­wei­se auch offen kri­ti­sches, aber nicht so ein­sei­ti­ges und nur nega­ti­ves Bild von Cuba zeich­nen würden. Zum Bei­spiel die oben erwähnte Geor­gi­na Alfon­so González, Direk­to­rin des Insti­tu­to de Filosofía Cuba. Zudem koor­di­niert sie das femi­nis­ti­sche Netz­werk «Ber­ta Cáseres», das die Stärkung der Posi­ti­on der Frau sowie die Prävention, Auf­de­ckung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frau­en fördert. Gera­de kürzlich hat die­ses Netz­werk «Ber­ta Cáseres» einen inter­na­tio­na­len Kon­gress im Sozio­kul­tu­rel­len Zen­trum «Espa­ci­os Crea­tivos» in Havan­na Vie­ja mit­or­ga­ni­siert. Frau Alfon­so González schreibt und veröffentlich immer wie­der Tex­te, in denen sie sich kri­tisch mit der Realität, auch der ökonomischen, Cubas aus­ein­an­der­setzt. Kürzlich erschien «2000 Pala­bras sob­re Cuba», eine kri­ti­sche, jedoch nicht­im­pe­ria­lis­tisch ori­en­tier­te Aus­ein­an­der­set­zung mit Cuba. Äusserst lesens­wert. Sie ken­nen es nicht? Nein. Espa­ci­os Crea­tivos Haba­na auch nicht? Aber SIE sind doch Jour­na­lis­tin! Ger­ne wei­se ich Sie auch auf das Inter­view vom bekann­ten und in Cuba – und wei­ten Tei­len der Welt – äusserst belieb­ten Sängers und Musi­ker Sil­vio Rodri­guez (schon oben erwähnt) in der mex. «Jor­na­da» vom 28.3. 2026 hin: «El pue­blo cuba­no está dispues­to a defen­der so soberanía con las armas”. Natürlich nicht alle. Ihr Kron­zeu­ge Boris González Are­nas wäre wohl auf der ande­ren Sei­te, der Sei­te des impe­ria­lis­ti­schen Angriffs­kriegs des Bei­na­he- Friedensnobelpreisträgers Trump. Für die Demo­kra­tie. Für eine freie Pres­se.….. à la Mike Ham­mer und «Truth Social».

Offen­sicht­lich haben Sie es sich zum Ziel gesetzt, völlig ein­sei­tig von «.….All­tag zwi­schen Pro­pa­gan­da, Plan­wirt­schaft, Repres­si­on und Kor­rup­ti­on.» zu schrei­ben. Die alles bestim­men­de und Cuba seit mehr als 65 Jah­ren ersti­cken­de Blo­cka­de kommt in die­ser Aufzählung nicht ein­mal mehr vor. Auch vor dem immer noch vor­bild­li­chen, wenn auch in einer überaus schwie­ri­gen Situa­ti­on ste­cken­den Gesund­heits­we­sen machen Sie nicht halt: «Doch auf der Insel selbst ist das Gesund­heits­we­sen seit Jah­ren in einem äusserst kri­ti­schen Zustand. Vie­les ist in Kuba ver­al­tet und schlecht instand­ge­hal­ten. Die medi­zi­ni­schen Geräte, die Strom­in­fra­struk­tur, die Häuser.» Akri­bisch zählen Sie auf: « An eini­gen Stel­len an den Wänden leuch­tet grüner Schim­mel, es sind kaum Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten da». Dann kom­men Sie zum Schluss: «Zum Teil wegen der jahr­zehn­te­lan­gen Wirt­schafts­blo­cka­de der USA, zum Teil, weil der sozia­lis­ti­sche Staat nicht dar­in inves­tiert.» Nicht inves­tiert??? Ja wie denn? Schon von der Lis­te «Sta­te Spon­sors of Ter­ro­rism», und in deren Fol­ge von der finan­zi­el­ler Aus­blu­tung Cubas, zu der auch der äusserst per­fi­de, unmensch­li­che Angriff auf die Ärzt*innen-Brigaden gehört? Das ist purer Zynis­mus einer kolo­nia­lis­ti­schen 1. Welt-basier­­ten Jour­na­lis­tin (ja, ich wie­der­ho­le mich) . Denn Sie erwähnen zwar, dass «Kuba expor­tiert bis heu­te Ärztinnen und Ärzte, um ande­re Länder zu unterstützen.», aber Sie erwähnen nicht den kras­sen und unmensch­li­chen Angriff der USA auf den Ein­satz die­ser Ärztinnen und Ärzte, indem Trump ande­re Länder ein­fach erpresst, die­se Gesund­heits­bri­ga­den aus dem Land zu schmeis­sen. Sogar Ita­li­en hat dies the­ma­ti­siert und die Pro­vinz­re­gie­rung von Kala­bri­en hat sich klar gegen die­se Erpres­sung gewehrt und lässt die Ärzt*innen im Land wei­ter­ar­bei­ten. Ande­re Länder können das nicht, ihre Regie­run­gen haben Angst, sonst US- weg­ge­putscht oder mit hohen Zöllen wirt­schaft­lich erpresst zu wer­den oder aber sie wur­den ganz ein­fach geschmiert (wie u.a. in Honduras).

Noch ein­mal: Souveräner, aus­ge­wo­ge­ner pro­fes­sio­nel­ler Jour­na­lis­mus, Frau Lem­men­mei­er und SRF, sieht anders aus. Ihr immer wie­der durch­bli­cken­der Zynis­mus, die feh­len­den Infor­ma­tio­nen zu wich­ti­gen erklärenden Zusammenhängen, die feh­len­de Sorg­falts­pflicht, Ihre Ein­sei­tig­keit und Pau­scha­li­sie­run­gen sind schlicht nicht akzeptabel.

Übrigens: wer in der Schweiz kennt denn nicht Wil­helm Tell?.…. Indoktrination?

Den Men­schen in Cuba hel­fen Sie auf die­se Wei­se mit die­sem unseriösen und irreführenden sowie an etli­chen Stel­len dem­ago­gi­schen Bericht ganz sicher nicht. Auch wenn Sie das «Aida» vor­ma­chen wol­len. Und dem Publi­kum hier, die Mei­nung «Aidas» und von González Are­nas sei in Cuba die vor­herr­schen­de. Aber die Antisozialist*innen und die reaktionären, neo­li­be­ra­len Trumpist*innen wie u.a. Gonzáles Are­nas oder eini­ge Exil-Cubaner*innen in der Schweiz und anders­wo wer­den jubeln: Sicher schon bald wird Cuba von Trump/Rubio «übernommen» und zur nächsten US-ame­ri­­ka­­ni­­schen Pro­vinz wie Puer­to Rico wer­den. Zwar völkerrechtswidrig und men­schen­rechts­feind­lich, aber was spielt denn ein so unbe­deu­ten­des Detail heut­zu­ta­ge noch für eine Rolle.….

Frau Lem­men­mei­er, Frau Mei­er, wir for­dern von Ihnen, resp. von SRF, uns Raum für eine Gegen­dar­stel­lung zu geben.

Cuba sí — Blo­queo no!!
Cuba resis­te y no está sola!
Gemein­sam mit der cuba­ni­schen Bevölkerung die Revo­lu­ti­on gegen die impe­ria­lis­ti­sche Aggres­si­on verteidigen!

Soli­da­ri­sche Grüsse
Cuba Solidarität Vil­ma Espín Zürich-Ostschweiz

www.cuba-solidaritaet.ch

@ cuba_vilma_espin