7.000 Con­tai­ner für Kuba blockiert

By Published On: Okto­ber 31, 2026Cate­go­ries: US Blo­cka­de

Jun­ge Welt / 01.08.2026 /

7.000 Con­tai­ner für Kuba blockiert

Havan­na. Die kuba­ni­sche Regie­rung berich­te­te am Mitt­woch, dass auf­grund der US-San­k­­tio­­nen gegen die Insel mehr als 7.000 Con­tai­ner mit Lebens­mit­teln, Res­sour­cen für den Ener­­gie- und Was­ser­sek­tor sowie Medi­ka­men­ten in ver­schie­de­nen Häfen der Kari­bik fest­ge­hal­ten würden. Der stell­ver­tre­ten­de Ministerpräsident und Minis­ter für Außen­han­del und Aus­lands­in­ves­ti­tio­nen, Oscar Pérez-Oliva Fra­ga, pran­ger­te an, dass die Con­tai­ner »Waren ent­hal­ten, die von Kuba rechtmäßig gemäß den Regeln des inter­na­tio­na­len Han­dels erwor­ben wur­den«. Die­se Kri­tik äußerte er während einer Rede vor der Natio­nal­ver­samm­lung, wie unter ande­rem die spa­ni­sche Nach­rich­ten­agen­tur Efe berichtete.

»Als ob die gegen unser Land verhängte Ener­gie­blo­cka­de nicht schon genug wäre, als ob der bereits began­ge­ne Völkermord und die kol­lek­ti­ve Bestra­fung des gesam­ten kuba­ni­schen Vol­kes nicht schon genug wären«, beton­te Pérez-Oliva in Anspie­lung auf die US-Wir­t­­schafts­­­b­lo­ck­a­­de, die Anfang des Jah­res durch neue Druck­maß­nah­men verschärft wur­de. Pérez-Oliva mach­te für die Situa­ti­on »die­je­ni­gen ver­ant­wort­lich, die ver­su­chen, die Ankunft der Waren zu ver­hin­dern, die­je­ni­gen, die taten­los zuse­hen und zulas­sen, dass die­ser Völkermord began­gen wird, und die­je­ni­gen, die sich den Inter­es­sen der USA beugen«.

Er wies dar­auf hin, dass die fest­sit­zen­den Con­tai­ner neben Lebens­mit­teln auch Hilfsgüter für das Trink­was­ser­ver­sor­gungs­pro­gramm auf der Insel ent­hiel­ten, wo mehr als drei Mil­lio­nen Kuba­ner Schwie­rig­kei­ten beim Zugang zu die­ser lebens­wich­ti­gen Res­sour­ce hätten.

Letz­te Woche hat­te der Staats­be­trieb Medi­cu­ba ange­pran­gert, dass zwei Con­tai­ner mit einem Epi­lep­sie­me­di­ka­ment im kolum­bia­ni­schen Hafen Car­ta­ge­na de Indi­as fest­ge­hal­ten würden, da sich die deut­sche Ree­de­rei Hapag-Lloyd unter Beru­fung auf die Ein­hal­tung der US-Blo­ck­a­­de gewei­gert habe, die Fracht zu übergeben. Kurz zuvor hat­te die französische Ree­de­rei CMA CGM in Jamai­ka Dut­zen­de Con­tai­ner nach Kuba zurückgehalten, dar­un­ter einen mit medi­zi­ni­schen Hilfsgütern. (jW)

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