Havan­na unter Beob­ach­tung: US-Mili­­tär­­jets ver­stär­ken Auf­klä­rungs­flü­ge nahe Cuba

By Published On: Mai 12, 2026Cate­go­ries: News
​Nach einer CNN-Ana­­ly­­se wur­den seit dem 4. Febru­ar wur­den min­des­tens 25 Über­flü­ge regis­triert, ver­gleich­bar mit den Bewe­gun­gen vor den Ope­ra­tio­nen in Vene­zue­la und im Iran.

Die US-Strei­t­­kräf­­te haben ihre mili­tä­ri­schen Über­wa­chungs­flü­ge nahe der kuba­ni­schen Küs­te in den ver­gan­ge­nen Mona­ten deut­lich aus­ge­wei­tet. Wie aus einer Ana­ly­se des US-Nach­rich­­ten­­sen­­ders CNN her­vor­geht, regis­trier­ten Luft­fahrt­be­ob­ach­ter seit dem 4. Febru­ar min­des­tens 25 Auf­klä­rungs­mis­sio­nen in der Regi­on. Die Maschi­nen flo­gen dem­nach vor allem in der Umge­bung von Havan­na und Sant­ia­go de Cuba, teil­wei­se weni­ger als 64 Kilo­me­ter vor der Küs­te der Karibikinsel.

Zum Ein­satz kamen nach Anga­ben der Aus­wer­tung meh­re­re Typen moder­ner Auf­klä­rungs­sys­te­me. Die häu­figs­ten Flü­ge führ­te das See­fern­auf­klä­rungs­flug­zeug P‑8A Posei­don durch, das vor­wie­gend zur mari­ti­men Über­wa­chung dient. Zudem setz­te das US-Mili­­tär Maschi­nen des Typs RC-135V Rivet Joint ein, die auf die elek­tro­ni­sche Auf­klä­rung von Kom­­mu­­ni­­ka­­ti­ons- und Radar­si­gna­len spe­zia­li­siert sind. Auch der Höhen­auf­klä­rungs­droh­ne MQ-4C Tri­ton wur­den meh­re­re Ein­sät­ze zugeordnet.

Bemer­kens­wert ist nach Ein­schät­zung von CNN die Häu­fig­keit der Flü­ge. Vor Febru­ar sei­en sol­che öffent­lich sicht­ba­ren Ope­ra­tio­nen in die­sem Gebiet „extrem sel­ten“ gewe­sen. Die Beob­ach­tun­gen stüt­zen sich auf Daten öffent­lich zugäng­li­cher Flug­ver­fol­gungs­platt­for­men wie FlightRadar24, deren Auf­zeich­nun­gen in sozia­len Netz­wer­ken wei­te Ver­brei­tung fan­den. Zwar ver­fü­gen die ein­ge­setz­ten Maschi­nen grund­sätz­lich über die Fähig­keit, ihre Posi­ti­ons­da­ten durch Abschal­ten der Trans­pon­der zu ver­schlei­ern, doch in meh­re­ren Fäl­len blie­ben die Rou­ten einsehbar.

Die aktu­el­le Ent­wick­lung erin­nert an frü­he­re US-Über­­­wa­chungs­­­mis­­sio­­nen. CNN zog einen Ver­gleich zu den Mus­tern, die vor ver­gan­ge­nen Mili­tär­ope­ra­tio­nen in Vene­zue­la und im Iran beob­ach­tet wor­den waren. In bei­den Fäl­len sei eine Zunah­me öffent­lich sicht­ba­rer Auf­klä­rungs­flü­ge vor­aus­ge­gan­gen, was die Spe­ku­la­ti­on über die mög­li­che stra­te­gi­sche Absicht der aktu­el­len Akti­vi­tä­ten nahe Kuba nährt. Die genau­en Zie­le der Mis­sio­nen blei­ben offi­zi­ell unbe­stä­tigt, die Daten­la­ge deu­tet jedoch auf eine sys­te­ma­ti­sche Inten­si­vie­rung der mili­tä­ri­schen Beob­ach­tung hin.

Quel­le: Edition.Cnn (https://is.gd/1Ot6Th)

Autor: Leon Latoz­ke